Schmerzen im Hüftgelenk – den Schwung aus der Hüfte wiederfinden!

Wie du den Schwung aus der Hüfte wiederfinden

Oft beginnt es mit einem leichten Ziehen und kann sich bis zum Schmerz bei jeder Bewegung steigern. Um dem unangenehmen Gefühl bzw. dem Schmerz auszuweichen, bewegst du dich weniger. Vielleicht sogar aus Angst, es könnte noch schlimmer werden. Je weniger du dich bewegst, umso mehr werden die Schmerzen, bis du dich gar nicht mehr frei bewegen kannst. Gerade die Hüfte neigt durch die starke Belastung, die beim Stehen, Gehen und Laufen auf das Gelenk wirkt, zu erhöhter Muskelspannung. Diese Verspannung nehmen wir als Schmerzen war. Dann macht es natürlich auch keine Freude mehr, sich zu bewegen.

Nur du kannst daran etwas ändern

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Es ist möglich, dass du dich wieder schmerzfrei bewegen kannst, selbst wenn deine Beschwerden schon für sehr lange Zeit bestehen. Die nicht so gute: Nur DU allein kannst etwas dafür tun, dass sich etwas an deinem Zustand ändert!

Durch die regelmäßige Dehnung der verspannten Muskulatur rund um das Hüftgelenk kannst du deine Beine wieder besser bewegen. Wenn sich deine Beweglichkeit verbessert, verteilt sich die Druckbelastung im Gelenk wieder ergonomisch und energiesparend. Dadurch kann sich das Gelenk regenerieren und deine Schmerzsituation nachhaltig verbessern.

Beim Hüftgelenk ist Dehnung besonders wichtig, da beim aufrechten Gang viel Belastung und Kraftaufwand notwendig sind und dadurch die Muskulatur ständig unter Spannung steht. Durch viel Sitzen und wenig Bewegung verkürzen und verspannen sich die Muskeln an der Hüfte zusätzlich sehr stark.

Beginne noch heute mit der Dehnung für die Hüfte

Dehnung für den Hüftbeuger:

In der Bauchlage beugst du ein Bein zum Gesäß nach hinten und hältst den Knöchel mit der Hand derselben Seite fest. Zieh die Ferse mit der Armkraft so weit wie möglich zum Po heran und spanne das Gesäß ganz fest an, bis du einen starken Dehnzug im Oberschenkel und in der Hüftbeuge spürst.

Dehnung für die Oberschenkelinnenseite:

Setze dich mit langgestreckten Beinen auf den Boden und grätsche die Beine so weit wie du kannst auseinander, bis du einen Dehnzug an der Innenseite beider Oberschenkel wahrnimmst. Um die Dehnung zu intensivieren, legst du beide Hände vorn zwischen den Beinen auf den Boden und schiebst die Hände bis an den Punkt nach vorn, wo du eine starke Dehnung an der Oberschenkelinnenseite merkst.

Dehnung für den Piriformis-Muskel (der birnenförmige Hüftstrecker):

In der Rückenlage die Beine anstellen und einen Knöchel am Knie des anderen Beines festklemmen. So wie beim Überschlagen der Beine, nur dass der Knöchel am Knie sein muss. Das überschlagene Bein locker lassen, so dass es leicht nach außen in die Dehnung geht. Um die Dehnung zu verstärken, kannst du das anstellte Bein auf eine Fußbank oder sogar auf einen Hocker stellen, so dass die Beine insgesamt näher am Bauch sind.

Die Dehnung mindesten 20 Sekunden halten, damit die Muskeln auch die Chance haben, locker zu lassen und immer beide Seiten dehnen, auch wenn du nur auf einer Seite Schmerzen hast. Wiederhole jede Seite 2 – 3 Mal.

Kräftige deinen Po!

Auch das Hüftgelenk braucht Stabilität, so wie jedes Gelenk. Durch gezielte Kräftigungsübungen hilfst du, die Gegenspieler zu stärken, so dass die verspannten Muskeln nicht wieder die Oberhand gewinnen.

Kräftigung für die Gesäßmuskeln:

Im Vierfüßlerstand – auf den Händen und den Knien gestützt, hebst du im Wechsel ein Bein so nach oben, als ob du mit der Fußsohle die Decke ausheben möchtest. Das Knie bleibt beim Anheben gebeugt und du hebst das Bein aus der Hüfte heraus so weit wie möglich nach oben, bis du im Gesäß eine feste Anspannung spürst. Wiederhole die Übung bis zur Muskelermüdung, bis du wirklich eine Pause brauchst und nach einer kurzen Erholungspause machst du die Übung noch einmal.

Und täglich grüßt das …

Um wirklich etwas gegen deine Schmerzen zu tun, musst du regelmäßig üben, das heißt: jeden Tag! Such dir eine feste Zeit und denk nicht darüber nach, ob du heute oder morgen deine Übungen machst. So wie du jeden Tag Zähne putzt, weil du weißt, dass es gut für deine Zähne ist, so übst du auch täglich 5 – 10 Minuten, weil du die Schmerzen loswerden willst!

Schnelle Erfolge

Je länger die Beschwerden bestehen, umso länger dauert es auch, bis du deutliche Erfolge spürst. Gib also nicht gleich nach einmal Üben auf. Und je konsequenter du jeden Tag deine Übungen machst, umso schneller wirst du auch Erfolg verspüren.

Alltagstipp: Achte beim Gehen darauf, große Schritte zu machen, so bringst du mehr Bewegung in die Hüftgelenke.

Holistischer Ansatz:

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist durch den Verlauf von Leber- und Gallenblasen-Meridianen das Hüftgelenk stark mit dem Element Holz verbunden. Um das Holz biegsam zu halten, sollen auch die Muskeln und Sehnen dehnfähig gehalten werden. Und das erreichst du am besten mit Dehnungsübungen. Die TCM geht davon aus, dass sich nicht ausgelebte Gefühle in den Muskeln ablagern und dann die Muskulatur nicht mehr flexibel und biegsam bleibt, sondern fest und verspannt wird. Es lohnt sich also, deinen Gefühlen freien Lauf zu gewähren, sie nicht mehr herunterzuschlucken, sondern rauszulassen, damit auch deine Hüfte wieder frei laufen kann.

Damit du wieder Spaß an der Bewegung hast, sei es Tanzen, Yoga, Schwimmen, Radfahren oder einfach nur Spazierengehen, tu etwas für dich und deine Gesundheit. Hauptsache, du kommst in Schwung und hast Freude dabei – für ein langes und gesundes Leben!

Deine Andrea

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?

YouTube aktivierenOhne YouTube fortfahren